Hallo liebe Gartenenthusiasten,
fühlt es sich manchmal so an, als würden Gärtner:innen eine Geheimsprache sprechen? Keine Sorge, das ging uns allen am Anfang so! Mit diesem Glossar möchte ich dir die wichtigsten Begriffe rund um den Garten einfach, verständlich und mit einem Augenzwinkern erklären. Denn Gärtnern soll vor allem eins: Freude machen!
Dieses Glossar ist ein lebendiges Wesen, genau wie dein Garten. Es wird ständig erweitert und gepflegt. Fehlt dir ein wichtiger Begriff? Dann schreib mir gerne einen Kommentar am Ende der Seite!
(Letzte Aktualisierung: Februar 2026)
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A
angießen
Das erste Wässern einer frisch gepflanzten Pflanze. Durch das Angießen wird die Erde um die Wurzeln herum verdichtet und Luftlöcher geschlossen, sodass die Wurzeln guten Kontakt zum Boden bekommen. Am besten mit einem Gießrand kombinieren!
anhäufeln
Eine Technik, bei der Erde um den unteren Teil einer Pflanze herum angehäuft wird. Das schützt vor Frost, fördert die Wurzelbildung (z.B. bei Kartoffeln) oder stabilisiert die Pflanze. Besonders wichtig bei Rosen im Winter.
Archetypen in der Gartengestaltung
Sieben Grundmuster, die bei der Gestaltung von Lieblingsorten zum Einsatz kommen: der Hafen, die Höhle, der See, der Himmel, usw. Diese Archetypen sprechen tief in uns liegende Sehnsüchte an und können im Seelendesign gezielt eingesetzt werden.
Aristoteles
Der griechische Philosoph entwickelte die Humustheorie, die besagte, dass Pflanzen ihre Nahrung aus dem Humus beziehen. Später wurde diese durch die Mineralstofftheorie ergänzt, die erkannte, dass Pflanzen auch Mineralstoffe aus dem Boden aufnehmen. Beides zusammen ergibt das Bild, das wir heute haben!
Artenschutz
Der Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten vor dem Aussterben. Jeder Garten kann ein kleiner Beitrag zum Artenschutz sein – durch Biodiversität, heimische Pflanzen und den Verzicht auf Pestizide. Siehe auch Artenrückgang.
Artenrückgang
Die traurige Tatsache, dass immer mehr Tier- und Pflanzenarten verschwinden. Die Hauptursachen sind Lebensraumverlust, intensive Landwirtschaft und Klimawandel. Dein insektenfreundlicher Garten kann ein wichtiger Gegenpol sein!
Ärger
Ein sehr häufiger Zustand im Garten, meist ausgelöst durch kleine, unerwünschte Besucher oder Phänomene. Siehe auch Giersch, Maulwurf, Mehltau, Schnecke, Wühlmaus und Schlauchärger. Die beste Therapie ist oft ein tiefer Atemzug und die Konzentration auf die schönen Dinge – oder ein professionelles Gartencoaching.
B
Barock-Gärten
Prunkvolle, symmetrische Gärten aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit streng geschnittenen Hecken, geometrischen Beeten und Wasserspielen. Versailles ist das berühmteste Beispiel. Der Gegensatz zum wilden Cottage Garden!
Beetrose
Eine kompakte Rosenform, die in Gruppen gepflanzt besonders schön wirkt. Beetrosen blühen meist den ganzen Sommer über (remontierend) und werden etwa 40-80 cm hoch. Perfekt für farbenfrohe Beete!
Beetstaude
Eine Staude, die speziell für die Verwendung in Beeten gezüchtet wurde. Sie ist meist kompakt, standfest und blühfreudig. Im Gegensatz zu Freiflächen-Stauden brauchen sie etwas mehr Pflege und nährstoffreicheren Boden.
Beikraut
Die politisch korrekte und liebevolle Bezeichnung für Unkraut. Es sind Pflanzen, die zur falschen Zeit am falschen Ort wachsen. Manche von ihnen sind essbar, andere einfach nur hartnäckig. Ein guter Pflanzplan und eine dichte Staudenpflanzung können ihre Ausbreitung auf natürliche Weise reduzieren.
Bestäubung
Der Vorgang, bei dem Pollen von einer Blüte zur anderen übertragen werden – meist durch Insekten, manchmal auch durch Wind. Ohne Bestäubung keine Früchte! Ein Grund mehr, deinen Garten insektenfreundlich zu gestalten.
Bewässerungssysteme
Von der einfachen Tröpfchenbewässerung bis zur automatischen Sprinkleranlage – Bewässerungssysteme helfen, den Wasserbedarf deiner Pflanzen effizient zu decken. Besonders wichtig in klimafitten Gärten, um Wasser zu sparen.
Biodiversität
Ein schickes Wort für biologische Vielfalt. Im Garten bedeutet es, eine bunte Mischung aus verschiedenen Pflanzen, Tieren und Lebensräumen zu schaffen. Eine hohe Biodiversität macht deinen Garten nicht nur zu einem wertvollen Lebensraum, sondern auch widerstandsfähiger und interessanter. Das Herzstück eines jeden GartenReichs.
Biotop
Ein Lebensraum für eine bestimmte Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren. Im Garten kann das ein Teich, eine Trockenmauer oder eine Wildblumenwiese sein. Jedes Biotop erhöht die Biodiversität!
Blähton
Kleine, poröse Tonkügelchen, die als Drainage in Töpfen verwendet werden oder dem Boden beigemischt werden können, um ihn durchlässiger zu machen. Verhindert Staunässe und ist wiederverwendbar.
Blattläuse
Kleine Insekten, die sich gerne in Scharen auf frischen Trieben niederlassen und den Pflanzensaft schlürfen. Bevor du zur Chemiekeule greifst: Oft helfen schon ein starker Wasserstrahl oder die Förderung von Nützlingen wie Marienkäfern. Ein Zeichen dafür, dass dein Garten lebt!
Blickachse
Ein Gestaltungstrick aus der Gartenkunst. Die Blickachse ist eine gedachte Linie, die das Auge des Betrachters gezielt durch den Garten lenkt, oft auf einen Blickstopper zu. So entsteht eine optische Tiefe und Spannung. Teil der vier B’s.
Blickbezüge
Die Verbindungen zwischen verschiedenen Bereichen des Gartens oder zwischen Garten und Landschaft. Gute Blickbezüge schaffen Zusammenhang und können den Garten optisch größer wirken lassen. Siehe auch geliehene Landschaft und die vier B’s.
Blickfang
Ein besonders auffälliges Element im Garten – eine spektakuläre Pflanze, eine Skulptur oder ein Wasserspiel. Der Blickfang zieht die Aufmerksamkeit auf sich und setzt Akzente. Kann auch als Blickstopper dienen. Teil der vier B’s.
Blickstopper
Ein Objekt oder eine besondere Pflanze, die am Ende einer Blickachse platziert wird, um den Blick einzufangen. Das kann eine Statue, ein schöner Strauch oder eine Bank sein. Ein wichtiges Element im Seelendesign, um dem Garten Struktur zu geben. Teil der vier B’s.
Blüte
Der Moment, in dem eine Pflanze ihr schönstes Kleid anzieht. Die Blüte ist nicht nur für uns eine Augenweide, sondern auch eine lebenswichtige Nahrungsquelle für Insekten zur Bestäubung. Ein Garten voller Blüten ist ein wahres blühendes Paradies.
blühende Gärten
Das Ziel eines jeden Gärtners und die Spezialität von Sadhana von Flower Power. Gärten, die über das ganze Jahr hinweg mit Farbe, Duft und Lebendigkeit begeistern.
blühendes Paradies
Ein Zustand, der erreicht wird, wenn dein Garten nicht nur schön aussieht, sondern sich auch so anfühlt. Eine Verheißung, die durch eine durchdachte Planung (Masterplan) und standortgerechte Pflanzungen Wirklichkeit wird.
Bodendecker
Niedrig wachsende Pflanzen, die den Boden flächig bedecken und Unkraut unterdrücken. Sie sind perfekt für pflegeleichte Gärten und können auch schwierige Problembereiche begrünen.
Bodenbeete
Beete, die direkt im gewachsenen Boden angelegt werden – im Gegensatz zu Hochbeeten oder Kübeln. Sie haben den Vorteil, dass die Pflanzen Zugang zum natürlichen Bodenleben haben.
Bodengare
Der Idealzustand eines Gartenbodens: krümelig, locker, gut durchlüftet und reich an Humus. Ein Boden in Gare lässt sich leicht bearbeiten und bietet Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen. Das Ziel jeder Bodenverbesserung!
Bodenlebewesen
Die unsichtbaren Helfer im Garten: Regenwürmer, Asseln, Springschwänze, Bakterien und Pilze. Sie zersetzen organisches Material, lockern den Boden und machen Nährstoffe pflanzenverfügbar. Ein gesundes Bodenleben ist die Basis für einen gesunden Garten!
Bodenprobe
Eine Analyse deines Gartenbodens, die Aufschluss über pH-Wert, Nährstoffgehalt und Bodenart gibt. Eine Bodenprobe hilft dir, die richtigen standortgerechten Pflanzen auszuwählen und gezielt zu düngen.
botanische Pflanzen
Ein Begriff, der oft bei Tulpen oder anderen Zwiebelblumen verwendet wird. Er bezeichnet die ursprünglichen, wilden Arten, aus denen die vielen Gartensorten gezüchtet wurden. Sie sind oft kleiner und zarter, aber auch robuster und langlebiger. Siehe auch botanische Pflanzennamen.
botanische Pflanzennamen
Die lateinischen Namen der Pflanzen, die weltweit einheitlich sind. Sie bestehen meist aus Gattungsname und Artname (z.B. Rosa canina für die Hundsrose). Klingt kompliziert, ist aber sehr praktisch, weil jeder weiß, welche Pflanze gemeint ist!
Buchtenfraß
Typische halbkreisförmige Fraßspuren an Blatträndern, oft verursacht durch Dickmaulrüssler. Ein Zeichen für Fraßschäden, aber meist nicht lebensbedrohlich für die Pflanze. Die Larven im Boden können allerdings Wurzeln schädigen.
Bund deutscher Staudengärtner
Ein Zusammenschluss von Staudengärtnereien, die für Qualität und Fachkompetenz stehen. Wenn du Stauden kaufst, lohnt es sich, auf das BdS-Siegel zu achten – hier bekommst du fachkundige Beratung und gesunde Pflanzen!
C
Chelsea Chop
Eine Schnitttechnik aus England, benannt nach der berühmten Chelsea Flower Show, die Ende Mai stattfindet. Dabei werden Stauden um etwa ein Drittel gekürzt, bevor sie blühen. Das Ergebnis: Die Pflanzen werden buschiger, standfester und blühen etwas später, aber oft länger. Perfekt für alle, die gerne experimentieren! Siehe auch Rückschnitt.
Chop and Drop
Ebenfalls eine Methode aus dem englischen Gärtnern. Dabei werden Pflanzenteile (z.B. nach der Blüte) einfach abgeschnitten und als Mulch direkt am Boden liegen gelassen. Das spart den Weg zum Kompost, düngt den Boden und schützt ihn vor Austrocknung. Simples und effektives Upcycling!
Cottage Garden
Der englische Bauerngarten – ein romantischer, üppig bepflanzter Gartenstil mit bunter Mischung aus Stauden, Rosen, Gemüse und Kräutern. Wirkt natürlich und ungezwungen, ist aber durchaus geplant. Das Gegenteil von Barock-Gärten!
D
Damenspaten
Ein leichterer, kleinerer Spaten mit kürzerem Stiel. Sehr angenehm. Der Name ist allerdings veraltet und irreführend. Jede/r sollte das Werkzeug wählen, das zur eigenen Körpergröße und Kraft passt! Wichtig ist rückenschonendes Arbeiten.
Dauerblüher
Pflanzen, die über einen sehr langen Zeitraum (oft den ganzen Sommer über) blühen. Meist sind das remontierende Sorten oder Sommerblumen. Perfekt für ein blühendes Paradies!
durchlässiger Boden
Ein Boden, durch den Wasser gut abfließen kann, ohne dass Staunässe entsteht. Durchlässigkeit kann durch Beimischung von Sand, Blähton oder Kompost verbessert werden. Besonders wichtig für viele mediterrane Pflanzen.
E
Edelrose
Auch Teehybride genannt. Eine Rosenform mit großen, edlen Einzelblüten auf langen Stielen – die klassische Schnittrose. Edelrosen brauchen etwas mehr Pflege als Beetrosen oder Strauchrosen, belohnen aber mit spektakulären Blüten.
Einjährige Pflanzen
Pflanzen, die nur eine Vegetationsperiode leben: Sie keimen, wachsen, blühen, bilden Samen und sterben ab – alles in einem Jahr. Viele Sommerblumen gehören dazu. Der Gegensatz zu Stauden, die jedes Jahr wiederkommen.
Eisheilige
Die Tage vom 11. bis 15. Mai, an denen traditionell noch einmal Nachtfrost auftreten kann. Erst nach den Eisheiligen (Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die „Kalte Sophie“) sollten frostempfindliche Pflanzen ins Freie. Ein wichtiger Termin für die Pflanzzeit.
F
Formhecke
Eine streng geschnittene Hecke mit geometrischer Form. Typisch für formale Gärten und Barock-Gärten. Braucht regelmäßigen Rückschnitt, schafft aber klare Strukturen im Garten.
Fraßschäden
Schäden an Pflanzen, die durch fressende Tiere verursacht werden – von Schnecken über Blattläuse bis zu Buchtenfraß. Oft sehen sie schlimmer aus, als sie sind. Ein ökologisch nachhaltiger Garten mit vielen Nützlingen reguliert sich meist selbst.
Freifläche
Ein Standorttyp für Stauden, der offene, sonnige Flächen mit durchlässigem Boden bezeichnet. Freiflächen-Stauden sind meist robust, trockenheitsverträglich und pflegeleicht. Perfekt für naturnahe, klimafitte Pflanzungen.
Frühlingsanfang
Es gibt zwei Definitionen: Der meteorologische Frühlingsanfang ist immer am 1. März, der astronomische (kalendarische) variiert zwischen dem 19. und 21. März. Für Gärtner ist beides wichtig – siehe auch Jahreszeiten und Eisheilige!
Frosthärte
Die Fähigkeit einer Pflanze, Minustemperaturen zu überstehen. Wird oft in Winterhärtezonen angegeben. Wichtig bei der Pflanzenauswahl, besonders für immergrüne Pflanzen und Rosen.
Funktionsplan
Ein wichtiger erster Schritt im Gartendesign. Diese Skizze legt fest, welche Bereiche im Garten welche Funktion haben sollen: Wo ist die Terrasse, wo der Spielbereich, wo das Gemüsebeet? Die Basis für den späteren Masterplan.
G
Gartenberatung
Wenn du Fragen zu deinem Garten hast, aber noch keinen kompletten Plan brauchst. Eine Gartenberatung hilft dir, das Potential deines Gartens zu erkennen und konkrete Probleme zu lösen.
Gartencoaching
Eine persönliche Begleitung auf deinem Weg zum Traumgarten. Beim Gartencoaching lernst du, deinen Garten selbst zu gestalten und zu pflegen, bekommst aber professionelle Unterstützung und Anleitung. Hilfe zur Selbsthilfe für deinen Wohlfühlgarten.
Gartendesign
Die Kunst und das Handwerk, einen Garten zu planen und zu gestalten. Gutes Gartendesign verbindet deine Wünsche mit den Gegebenheiten des Ortes zu einem stimmigen Ganzen. Siehe auch Seelendesign und Masterplan.
Gartenerde
Die Erde in deinem Garten oder eine gekaufte Pflanzerde. Gute Gartenerde ist krümelig, reich an Humus und Bodenlebewesen. Siehe auch Komposterde und Bodengare.
Gartenkunst
Die hohe Schule der Gartengestaltung. Hier geht es nicht nur um Funktionalität, sondern auch um Ästhetik, Geschichte und die Schaffung eines Gesamtkunstwerks. Von Barock-Gärten bis zum New German Style.
Gartenleidenschaft
Das Feuer, das in dir brennt, wenn du im Garten bist. Gartenleidenschaft zeigt sich darin, dass du auch bei Regen noch „schnell eine Pflanze setzen“ musst, dass du Pflanzen mit Namen kennst und dass dein Herz höherschlägt, wenn du eine neue Lieblingspflanze entdeckst. Sie ist der Motor für jeden Seelengarten und macht aus einem Hobby eine Lebensgemeinschaft mit der Natur.
GartenReich
So wie ein König:innenreich, nur schöner und lebendiger. Dein persönliches GartenReich ist ein Ort, der durch individuelle Gartengestaltung deine Persönlichkeit widerspiegelt und zu einem wertvollen Lebensraum für dich und viele andere Lebewesen wird.
geliehene Landschaft
Ein Gestaltungsprinzip aus der japanischen Gartenkunst: Die Landschaft außerhalb des Gartens wird optisch in die Gartengestaltung einbezogen. Ein Baum in der Nachbarschaft oder ein Berg am Horizont werden zum Teil deines Gartens. Clever und platzsparend! Siehe auch Blickbezüge.
generative Vermehrung
Die geschlechtliche Vermehrung von Pflanzen durch Samen. Das Ergebnis sind genetisch unterschiedliche Nachkommen – im Gegensatz zur vegetativen Vermehrung. Siehe auch Jungpflanzenanzucht.
Gerüstkletterer
Eine Form von Kletterpflanzen, die eine Rankhilfe brauchen – z.B. Clematis oder Kletterrosen. Im Gegensatz zu Selbstklimmern können sie nicht selbstständig an Wänden hochklettern. Siehe auch Schlingpflanze.
Giersch
Der Endgegner vieler Gärtner:innen. Ein Unkraut mit unbändigem Lebenswillen und einem Wurzelsystem, das die entlegensten Winkel deines Gartens erobern kann. Die gute Nachricht: Junge Gierschblätter sind essbar und schmecken wie eine Mischung aus Petersilie und Karotte. Man muss seine Feinde eben kennen (und manchmal aufessen).
Gießrand
Ein kleiner Wall aus Erde rund um eine frisch gepflanzte Pflanze. Er hält das Wasser beim Angießen an Ort und Stelle, sodass es direkt zu den Wurzeln sickern kann. Besonders wichtig bei Bäumen und Sträuchern!
giftig (Pflanzen)
Viele beliebte Gartenpflanzen sind giftig – von Eisenhut über Fingerhut bis zur Eibe. Wichtig zu wissen, besonders wenn Kinder oder Haustiere im Garten sind! Im Zweifel immer nachschlagen oder bei der Gartenberatung nachfragen.
Grabegabel
Ein Gartengerät mit mehreren stabilen Zinken. Perfekt zum Lockern des Bodens ohne zu viel Umgraben, zum Ernten von Kartoffeln oder zum Verteilen von Kompost. Schonender für das Bodenleben als der Spaten!
H
Halbschatten
Ein Standort, der für einige Stunden am Tag (ca. 4-6 Stunden) direktes Sonnenlicht erhält, den Rest des Tages aber im Schatten liegt. Viele Pflanzen, insbesondere Waldstauden, lieben diese Bedingungen. Siehe auch sonnig.
Halbstrauch
Eine Pflanze, die nur im unteren Teil verholzt, während die oberen Triebe krautig bleiben und oft im Winter zurückfrieren. Lavendel und Salbei sind typische Halbsträucher. Sie stehen zwischen Stauden und Sträuchern.
Hilfskraft
Eine gern gesehene Person im Garten, die beim Jäten, Pflanzen oder Gießen hilft. Oft auch als „Gartenfreund“ oder „Partner“ bezeichnet. Besonders wertvoll bei größeren Projekten oder wenn der Ärger überhandnimmt!
Humus
Die dunkle, krümelige Substanz, die entsteht, wenn organisches Material vollständig zersetzt ist. Humus ist das „schwarze Gold“ des Gärtners. Er verbessert die Bodenstruktur, speichert Wasser und Nährstoffe und fördert das Bodenleben. Siehe auch Humusgehalt und Aristoteles.
Humusgehalt
Der Anteil an Humus im Boden. Ein hoher Humusgehalt (5-10%) ist ideal für die meisten Gartenpflanzen. Kann durch regelmäßige Kompostgaben erhöht werden. Siehe auch Bodengare.
Hybride
Eine Kreuzung zwischen zwei verschiedenen Arten oder Sorten. Hybriden vereinen oft die besten Eigenschaften beider Elternpflanzen – z.B. Blühfreudigkeit und Robustheit. Siehe auch Züchtung.
I
Immergrüne Pflanzen
Pflanzen, die ihre Blätter das ganze Jahr über behalten – wie Efeu, Buchsbaum oder Rhododendron. Sie geben dem Garten auch im Winter Struktur und Farbe. Wichtig: Auch sie brauchen Wasser, auch während des Winters Siehe auch Frosthärte.
insektenfreundlich
Ein Garten, der Insekten ein Fünf-Sterne-Hotel bietet: mit einer reichen Auswahl an heimischen Pflanzen als Nahrungsquelle, Wasserstellen und Unterschlupfmöglichkeiten. Ein insektenfreundlicher Garten ist die Grundlage für Biodiversität und ein gesundes Ökosystem.
Insekten
Die heimlichen Herrscher:innen des Gartens. Die meisten von ihnen sind Nützlinge und für die Bestäubung unserer Pflanzen unerlässlich. Wie der berühmte Staudenzüchter Karl Foerster sagte, sind viele Insekten einer bestimmten Pflanze „hörig“ und auf sie spezialisiert. Ein Grund mehr, auf heimische Vielfalt zu setzen!
invasive Pflanzen
Auch Neophyten genannt. Das sind nicht-heimische Pflanzen, die sich so stark ausbreiten, dass sie heimische Arten verdrängen und die Biodiversität gefährden. Stehen oft auf der roten Liste und sollten mit Vorsicht (oder gar nicht) im Garten verwendet werden.
J
Jahreszeiten
Es gibt zwei Definitionen: Die meteorologischen Jahreszeiten beginnen am 1. des Monats (Frühling = 1. März), die astronomischen richten sich nach der Sonnenwende und variieren leicht. Für Gärtner sind beide wichtig – siehe auch Frühlingsanfang und Eisheilige.
Jungpflanzenanzucht
Die Aufzucht junger Pflanzen aus Samen oder Stecklingen. Macht Spaß, spart Geld und man kann seltene Sorten ziehen! Wichtig sind gute Anzuchterde, ausreichend Licht und das Pikieren zur rechten Zeit. Siehe auch generative Vermehrung.
K
klimafit
Ein Garten, der den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen ist. Das bedeutet: standortgerechte Pflanzen, die mit Trockenheit oder Starkregen zurechtkommen, ein gesunder Boden mit hohem Humusgehalt, der Wasser speichern kann, und eine kluge Planung, die für Abkühlung sorgt.
Kletterrose
Eine Rosenform mit langen Trieben, die an Wänden, Pergolen oder Bögen hochgeleitet werden kann. Kletterrosen sind Gerüstkletterer und brauchen eine Rankhilfe. Siehe auch Ramblerrose.
Kletterpflanzen
Architekten unter den Pflanzen. Sie erobern vertikale Flächen wie Mauern, Zäune oder Pergolen und schaffen so grüne Wände und lauschige Plätze. Man unterscheidet Selbstklimmer, Gerüstkletterer und Schlingpflanzen. Sie sind ein tolles Element, um Vielfalt und Struktur in den Garten zu bringen.
Knollenstaude
Eine Staude, die ihre Nährstoffe in einer unterirdischen Knolle speichert – wie Dahlien oder Pfingstrosen. Manche Knollenstauden sind frostempfindlich und müssen im Herbst ausgegraben werden.
Komposterde
Reifer Kompost, der als Dünger und zur Bodenverbesserung verwendet wird. Komposterde ist reich an Humus und Nährstoffen und fördert das Bodenleben. Das „schwarze Gold“ des Gärtners!
L
Lebendigkeit
Das, was einen Garten von einem statischen Bild unterscheidet. Lebendigkeit entsteht durch Bewegung (wehende Gräser, flatternde Schmetterlinge), Veränderung im Laufe der Jahreszeiten und die Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Ein lebendiger Garten ist ein Wohlfühlgarten.
lebendige Gärten
Ein Synonym für blühende Gärten und das Gegenteil von Schotterwüsten. Gärten, in denen es summt, brummt und zwitschert und die voller Leben stecken.
Lebensgemeinschaft
Im Garten bezeichnet das die Gemeinschaft von Pflanzen, Tieren und Menschen, die zusammen ein funktionierendes Ökosystem bilden. Eine harmonische Lebensgemeinschaft ist das Ziel eines jeden ökologisch nachhaltigen Gartens. Siehe auch Nachbarn.
Lieblingspflanze
Die eine Pflanze, die dein Herz höherschlagen lässt. Jeder Gärtner hat sie! Sie darf auch mal an einem nicht ganz perfekten Standort stehen – denn Gärtnern ist auch Herzenssache. Ein wichtiger Teil deines Seelengartens.
Lieblingsorte
Die besonderen Plätze in deinem Garten, an denen du am liebsten verweilst – die Bank unter dem alten Apfelbaum, die sonnige Ecke mit den Rosen oder der schattige Sitzplatz am Teich. Lieblingsorte entstehen oft von selbst, können aber auch gezielt im Gartendesign geplant werden. Ein guter Richtwert sind sieben Lieblingsorte – die 7 ist die Zahl der Vollendung und Harmonie. Sie machen deinen Garten zu einem echten Wohlfühlgarten und sind das Herzstück jedes Seelengartens.
M
Masterplan
Die individuelle Gesamtplanung für die Um- oder Neugestaltung deines Gartens. Der Masterplan ist die detaillierte Ausarbeitung des Funktionsplans und des Seelendesigns und dient als Fahrplan für die Umsetzung deines Traumgartens.
Maulwurf
Verursacht gerne kleine, schwarze Vulkane im Rasen und treibt damit viele Gärtner zur Verzweiflung (Ärger). Aber: Der Maulwurf ist ein geschützter Nützling! Er frisst Insektenlarven (auch die von Schädlingen) und lockert den Boden. Seine Hügel bestehen aus feinster, krümeliger Erde – perfekt für die Jungpflanzenanzucht.
Mehltau
Ein weißlicher Belag auf den Blättern, der aussieht wie Puderzucker, aber leider nicht so gut schmeckt. Mehltau ist eine Pilzkrankheit, die oft bei feuchtwarmem Wetter auftritt. Standortgerechte Pflanzen und genügend Abstand zwischen den Pflanzen können vorbeugen.
Mondphasen
Für manche Gärtner eine Wissenschaft für sich. Die Idee ist, dass die verschiedenen Mondphasen (Vollmond, Neumond, zunehmender und abnehmender Mond) das Pflanzenwachstum beeinflussen. Ob man daran glaubt oder nicht – es schadet sicher nicht, es mal auszuprobieren!
N
Nachbarn
Nicht nur die Menschen nebenan, sondern auch die Pflanzen im Beet! Gute Nachbarn unterstützen sich gegenseitig, schlechte Nachbarn konkurrieren. Die richtige Pflanzenauswahl im Pflanzplan berücksichtigt diese Lebensgemeinschaft.
New German Style
Ein moderner Pflanzstil, der von deutschen Staudengärtnern entwickelt wurde. Kennzeichen sind naturnahe, dynamische Pflanzungen mit Gräsern und Stauden, die sich im Laufe der Jahreszeiten verändern. Pflegeleicht und ästhetisch! Siehe auch Staudengärten.
Nützlinge
Die Superhelden im Garten. Das sind all die Tiere, die uns bei der Gartenarbeit helfen, indem sie Schädlinge fressen (z.B. Marienkäfer, Igel, Maulwurf) oder unsere Pflanzen bestäuben (z.B. Bienen, Hummeln). Ein insektenfreundlicher Garten ist ein Paradies für Nützlinge.
O
Obstgehölze
Bäume und Sträucher, die uns mit leckeren Früchten beschenken. Vom Apfelbaum bis zum Johannisbeerstrauch – Obstgehölze sind ein Muss für jeden Garten, der nicht nur schön, sondern auch nützlich sein soll.
ökologisch nachhaltig
Ein Garten, der im Einklang mit der Natur gestaltet ist. Das bedeutet, Ressourcen wie Wasser zu schonen, auf Torf und chemische Pestizide zu verzichten, heimische Pflanzen zu verwenden und Kreisläufe zu schließen (z.B. durch Kompostierung). Ein zentraler Wert für ein GartenReich.
P
pflegeleicht
Der Traum vieler Gartenbesitzer. Ein pflegeleichter Garten ist kein Garten ohne Arbeit, aber einer, in dem die Arbeit Freude macht und überschaubar bleibt. Der Schlüssel dazu sind standortgerechte Pflanzen, eine dichte Bepflanzung mit Bodendeckern, die Unkraut unterdrückt, und eine kluge Planung.
Pflanzenschutz
Alle Maßnahmen, um Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen zu schützen. Im ökologisch nachhaltigen Garten setzt man auf Vorbeugung (richtige Standortwahl, gesunder Boden) und Nützlinge statt auf Chemie.
Pflanzplan
Die detaillierte Anordnung der Pflanzen in einem Beet. Ein guter Pflanzplan berücksichtigt nicht nur Farben und Formen, sondern auch die Blütezeiten, Wuchshöhen, Standortansprüche und Nachbarschaften der einzelnen Pflanzen, um eine harmonische und langlebige Staudenpflanzung zu schaffen.
Pflanzzeit
Der beste Zeitpunkt zum Pflanzen. Für die meisten Gehölze und Stauden ist der Herbst ideal – die Pflanzen können noch vor dem Winter einwurzeln und starten im Frühling kräftig durch. Frostempfindliche Pflanzen wartet man bis nach den Eisheiligen ab.
Photosynthese
Der Prozess, bei dem Pflanzen mit Hilfe von Sonnenlicht aus Kohlendioxid und Wasser Zucker (Energie) und Sauerstoff herstellen. Die Grundlage allen Lebens im Garten! Ohne Photosynthese keine Blüten, keine Früchte, kein Wachstum.
Pikieren
Das Vereinzeln von dicht gesäten Jungpflanzen. Die kleinen Pflänzchen werden vorsichtig ausgegraben und in größerem Abstand wieder eingepflanzt, damit sie sich besser entwickeln können. Ein wichtiger Schritt in der Jungpflanzenanzucht!
Potentialanalyse
Der erste Schritt in der Gartenberatung oder im Gartendesign. Dabei werden die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken deines Gartens und Grundstücks analysiert. Was ist schon da? Was kann daraus werden? Welche Problembereiche gibt es?
Problembereiche
Jeder Garten hat sie: die schattige, trockene Ecke unter dem Baum, der schwere Lehmboden oder der Hang, der ständig abrutscht. Mit der richtigen Pflanzenauswahl (standortgerechte Pflanzungen) und Gestaltungsideen können sich diese Problembereiche oft in die interessantesten Teile des Gartens verwandeln.
Q
R
Rabatte
Ein schmaler Beetstreifen, oft entlang von Wegen oder Mauern. Rabatten sind perfekt für niedrige Beetstauden oder Bodendecker und können den Garten optisch gliedern.
Ramblerrose
Eine besonders wüchsige Kletterrose mit langen, flexiblen Trieben, die ganze Bäume erobern kann. Rambler blühen meist nur einmal im Jahr, dafür aber überschwänglich. Perfekt für naturnahe Gärten!
remontierend
Ein schönes Wort für „öfterblühend“. Remontierende Pflanzen blühen nicht nur einmal, sondern mehrmals in einer Saison – oft von Frühsommer bis zum Frost. Besonders bei Rosen ein wichtiges Merkmal. Siehe auch Dauerblüher.
Renaissance-Garten
Gartenstil aus dem 15.-16. Jahrhundert mit geometrischen Formen, Symmetrie und klaren Strukturen. Vorläufer der Barock-Gärten. Kennzeichen sind Buchsbaumhecken, Brunnen und Skulpturen.
Rindenmulch
Zerkleinerte Baumrinde, die als Mulch verwendet wird. Achtung: Rindenmulch macht den Boden sauer und entzieht beim Verrotten Stickstoff! Daher nur für Pflanzen verwenden, die sauren Boden brauchen (Rhododendron, Heidelbeeren). Für andere Pflanzen besser Komposterde als Mulch verwenden.
Rosen
Die Königinnen des Gartens. Es gibt unzählige Rosenformen: Beetrosen, Edelrosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Ramblerrosen, Wildrosen und Zwergrosen. Viele moderne Sorten sind remontierend und blühen den ganzen Sommer.
rote Liste
Eine Liste von bedrohten Tier- und Pflanzenarten, die vom Aussterben bedroht sind. Im Gartenzusammenhang wird der Begriff oft auch für Listen von invasiven Pflanzen verwendet, die man besser nicht in den Garten pflanzen sollte. Siehe auch Artenschutz.
Rückschnitt
Der regelmäßige Haarschnitt für Pflanzen. Durch den Rückschnitt werden Pflanzen in Form gehalten, ihre Blühfreudigkeit wird angeregt und sie werden verjüngt. Der richtige Zeitpunkt und die richtige Technik hängen von der jeweiligen Pflanze ab. Siehe auch Chelsea Chop und Formhecke.
Wurzelware
Pflanzen, die ohne Topf mit nackten Wurzeln verkauft werden – meist im Herbst oder Frühjahr. Wurzelware ist günstiger als Topfpflanzen und wächst oft besser an, muss aber sofort gepflanzt werden. Ideal für die Pflanzzeit im Herbst!
S
saurer Boden
Ein Boden mit einem pH-Wert unter 7. Manche Pflanzen (Rhododendron, Heidelbeeren, Hortensien) brauchen sauren Boden. Eine Bodenprobe zeigt, ob dein Boden sauer, neutral oder alkalisch ist.
Schatten
Ein Standort, der weniger als 4 Stunden direkte Sonne pro Tag bekommt. Kein Grund zur Verzweiflung! Es gibt viele wunderschöne Schattenpflanzen (z.B. Farne, Hostas, Astilben), die solche Plätze in grüne Oasen verwandeln. Siehe auch Halbschatten.
Scheinblüte
Was aussieht wie eine Blüte, ist botanisch keine – z.B. die bunten „Blüten“ der Bougainvillea (eigentlich gefärbte Hochblätter). Für uns Gärtner macht das keinen Unterschied – Hauptsache schön! Die echte Blüte ist oft unscheinbar.
Schlauchärger
Ein spezifischer Ärger, der auftritt, wenn sich der Gartenschlauch ständig verheddert, knickt oder genau die Lieblingspflanze umreißt, die man gerade bewundern wollte. Ein Klassiker des Gärtnerlebens. Abhilfe: Bewässerungssysteme!
Schlingpflanze
Eine Form von Kletterpflanzen, die sich mit ihren Trieben um eine Stütze windet – wie Geißblatt oder Wisteria. Sie sind Gerüstkletterer und brauchen eine Rankhilfe.
Schnecke
Für viele der Inbegriff des Garten-Ärgers. Besonders Nacktschnecken haben einen unstillbaren Appetit auf junge Salatpflanzen und zarte Stauden. Ein ökologisch nachhaltiger Garten mit vielen Nützlingen (wie Igeln oder Kröten) kann helfen, eine Balance zu finden.
Seelendesign
Ein Gestaltungskonzept, das deine Persönlichkeit, deine Wünsche und deine Seele im Garten sichtbar macht. Dabei können auch Archetypen eine Rolle spielen. Dein Garten wird so zu einem Spiegel deiner selbst und zu einem ganz persönlichen Seelengarten.
Seelengarten
Ein Garten, der mehr ist als nur eine Ansammlung von Pflanzen. Es ist ein Ort, der die Seele berührt, Kraft spendet und die Persönlichkeit seiner Besitzer widerspiegelt. Das Ziel von Seelendesign.
Selbstklimmer
Eine Form von Kletterpflanzen, die selbstständig an Wänden hochklettern kann – mit Haftwurzeln (Efeu) oder Haftscheiben (Wilder Wein). Im Gegensatz zu Gerüstkletterern brauchen sie keine Rankhilfe.
Sommerblumen
Einjährige Pflanzen, die einen Sommer lang unermüdlich blühen und dann mit dem ersten Frost vergehen. Sie sind perfekt, um Lücken im Staudenbeet zu füllen oder Kübel und Kästen zum Leuchten zu bringen. Viele sind Dauerblüher.
sonnig
Ein Standort, der mehr als 6 Stunden direkte Sonne pro Tag abbekommt. Ein Paradies für Sonnenanbeter wie Rosen, Lavendel und die meisten Gemüsearten. Siehe auch Halbschatten und Schatten.
Spaten
Das klassische Gartengerät zum Umgraben und Pflanzen. Für schonendes Arbeiten gibt es auch den kleineren Damenspaten. Zum Lockern des Bodens ist die Grabegabel oft die bessere Wahl!
Standortgerecht
Das wichtigste Prinzip für einen pflegeleichten und gesunden Garten. Es bedeutet, Pflanzen an einen Ort zu setzen, dessen Bedingungen (Boden, Licht, Feuchtigkeit) ihren natürlichen Bedürfnissen entsprechen. Eine glückliche Pflanze ist eine gesunde Pflanze!
Standortgerechte Pflanzungen
Das Ergebnis, wenn man das Prinzip „standortgerecht“ konsequent anwendet. Solche Pflanzungen sind nicht nur schön und gesund, sondern auch ökologisch nachhaltig und klimafit.
Stauden
Krautige Pflanzen, die jedes Jahr wiederkommen. Im Gegensatz zu einjährigen Pflanzen sterben nur die oberirdischen Teile im Winter ab, während die Wurzeln überdauern. Es gibt Beetstauden, Freiflächen-Stauden, Knollenstauden und viele mehr. Das Rückgrat jedes Staudengartens!
Staudengärten
Gärten, deren Gestaltungsschwerpunkt auf der Verwendung von Stauden liegt. Staudengärten sind besonders dynamisch, da sich das Bild der Pflanzung über das ganze Jahr hinweg verändert. Siehe auch New German Style.
Staudengärtnerin
Eine Fachfrau für Stauden – entweder als Beruf oder aus Leidenschaft. Staudengärtnerinnen kennen sich aus mit Pflanzplänen, standortgerechten Pflanzungen und der Vermehrung. Der Bund deutscher Staudengärtner vertritt die Profis.
Staudenpflanzung
Eine Pflanzung, die hauptsächlich aus Stauden besteht. Im Idealfall bilden sie eine harmonische und sich unterstützende Pflanzengemeinschaft (Lebensgemeinschaft), die mit der Zeit immer schöner wird und Unkraut kaum eine Chance lässt.
Staunässe
Wenn Wasser im Boden nicht abfließen kann und die Wurzeln dauerhaft im Wasser stehen. Die meisten Pflanzen vertragen das nicht – die Wurzeln faulen. Abhilfe: durchlässiger Boden, Drainage mit Blähton oder Pflanzen wählen, die Staunässe vertragen.
Steine
Wichtiges Gestaltungselement im Garten – von Trockenmauern über Wege bis zu Steingärten. Wichtig: Darauf achten, dass sie frosthart sind, sonst platzen sie im Winter! Steine bieten auch vielen Tieren Unterschlupf und erhöhen die Biodiversität.
Storchschnabelgewächse
Eine große Pflanzenfamilie mit vielen wertvollen Gartenstauden. Storchschnäbel (Geranium) sind robust, pflegeleicht und blühfreudig. Es gibt sie für fast jeden Standort – von sonnig bis schattig. Eine Lieblingspflanze vieler Gärtner!
Strauchrose
Eine Rosenform, die als freistehender Strauch wächst. Strauchrosen sind meist robust, pflegeleicht und viele sind remontierend. Sie passen gut in naturnahe Gärten und zu Staudenpflanzungen.
T
Torf
Ein Substrat aus abgestorbenen Pflanzenresten aus Mooren. Torfabbau zerstört wertvolle Biotope und setzt CO2 frei. Daher: Besser torffreie Erde verwenden! Siehe auch Torfsubstrate und ökologisch nachhaltig.
Torfsubstrate
Erden, die Torf enthalten. Aus ökologischen Gründen sollte man sie meiden und stattdessen torffreie Alternativen mit Komposterde, Kokos oder Holzfasern verwenden.
U
Umgraben
Das tiefe Wenden des Bodens mit dem Spaten. Achtung: Nicht zu dolle! Umgraben zerstört die Bodenstruktur und das Bodenleben braucht lange, um sich wieder aufzubauen. Besser: Mit der Grabegabel lockern statt umgraben!
Unkraut
Ein abwertender Begriff für Pflanzen, die wir nicht im Beet haben wollen. Siehe auch Beikraut und Giersch. Oft sind es aber auch nur Wildkräuter mit großem Überlebenswillen. Eine dichte Staudenpflanzung oder Bodendecker unterdrücken Unkraut auf natürliche Weise.
Upcycling
Die Kunst, aus alten oder nutzlosen Materialien etwas Neues, Schönes für den Garten zu schaffen. Aus der alten Zinkwanne wird ein Mini-Teich, aus Paletten ein vertikaler Garten. Fördert die Kreativität und ist ökologisch nachhaltig. Siehe auch Chop and Drop.
V
vegetative Vermehrung
Die ungeschlechtliche Vermehrung von Pflanzen durch Stecklinge, Teilung oder Absenker. Das Ergebnis sind genetisch identische Nachkommen – im Gegensatz zur generativen Vermehrung. Siehe auch Vermehrung.
Vermehrung (Pflanzen)
Die Erzeugung neuer Pflanzen – entweder generativ (durch Samen) oder vegetativ (durch Stecklinge, Teilung etc.). Macht Spaß, spart Geld und man kann Pflanzen mit Freunden und Nachbarn tauschen!
die vier B’s in der Gartengestaltung
Ein Gestaltungsprinzip mit vier wichtigen Elementen: Blickachse, Blickstopper, Blickfang und Blickbezüge. Zusammen schaffen sie Struktur, Tiefe und Spannung im Garten. Ein wichtiges Werkzeug im Gartendesign!
Vielfalt
Das Gegenteil von Monotonie. Vielfalt im Garten bedeutet eine große Auswahl an verschiedenen Pflanzenarten, -formen und -farben, aber auch an unterschiedlichen Lebensräumen (sonnig, schattig, feucht, trocken). Vielfalt ist die Grundlage für Biodiversität und Lebendigkeit.
W
Wasserbedarf
Die Menge an Wasser, die eine Pflanze braucht. Der Wasserbedarf ist unterschiedlich, je nach Standort und Pflanze. Standortgerechte Pflanzungen berücksichtigen das und sparen Wasser. Siehe auch Bewässerungssysteme.
wertvoller Lebensraum
Ein Garten, der nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere und Pflanzen ein Zuhause bietet. Durch Vielfalt, Biotope und eine ökologisch nachhaltige Gestaltung wird dein Garten zu einem wichtigen Baustein für die Natur und den Artenschutz.
Wildrosen
Die ursprünglichen, nicht gezüchteten Rosenarten. Sie sind meist einfach blühend, sehr robust und bieten Nahrung für Insekten und Vögel. Perfekt für naturnahe, insektenfreundliche Gärten!
Wohlfühlgarten
Ein individuell gestalteter Garten, der zum Entspannen, Genießen und Auftanken einlädt. Ein Wohlfühlgarten ist immer auch ein Seelengarten, weil er perfekt zu den Bedürfnissen seiner Menschen passt.
Wühlmaus
Der unsichtbare Feind. Anders als der Maulwurf frisst die Wühlmaus mit Vorliebe die Wurzeln von Obstbäumen, Rosen und Gemüse. Ihr Gangsystem ist oft flacher und die Erdhaufen unregelmäßiger. Hier ist der Ärger meist berechtigt!
X
Y
Z
Zauberpflanzen
Pflanzen, denen im Volksglauben magische Kräfte zugeschrieben wurden – von Alraune über Tollkirsche bis Mistel. Wurden für Schutz, Heilung oder zweifelhafte Flugsalben genutzt. Meist hochgiftig! Aber die Pflanzenwelt hält eben so viel Spannendes bereit – auch wenn wir sie heute lieber bestaunen als verwenden. Siehe auch giftig.
Züchtung
Die gezielte Auswahl und Kreuzung von Pflanzen, um bestimmte Eigenschaften zu verstärken – z.B. größere Blüten, längere Blütezeit oder mehr Robustheit. Berühmte Züchter wie Karl Foerster haben unsere Gärten geprägt. Siehe auch Hybride.
Zwergrose
Eine kleine Rosenform, die nur 20-40 cm hoch wird. Perfekt für Töpfe, Balkonkästen oder als Einfassung von Beeten. Viele Zwergrosen sind remontierend und blühen den ganzen Sommer über.
Ich hoffe, dieses Glossar hilft dir weiter! Wenn du einen Begriff vermisst oder eine Frage hast, hinterlasse ihn gerne im Kommentar.
Herzlichst, deine Sadhana 💚
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